Die 19. Delegiertenversammlung des TSV Dagersheim fand am 21. Juni 2017 statt

Kurz vor Beginn der Veranstaltung mussten noch einige Tische und Stühle aufgestellt werden, denn die Zehntscheune in Dagersheim war trotz der hochsommerlichen Temperaturen voll besetzt.

Neben den Wahlberechtigten (Delegierte und den Kollegen vom Präsidium), konnte der Präsident Arthur Bamberger bei seiner ersten Delegiertenversammlung, die er locker und professionell leitete, etliche TSV-Ehrengäste und von kommunaler Seite den Ortsvorsteher Hr. Bewersdorff, Hr. Fischer, den Leiter des Amtes für Jugend, Schule und Sport der Stadt Böblingen und ganz besonders den Oberbürgermeister Hr. Lützner ganz herzliche begrüßen.

Wie üblich gedachte man den seit der letzten Delegiertenversammlung verstorbenen TSV Mitgliedern mit einer Schweigeminute.

Hr. Lützner richtete, auch im Namen von Hrn. Fischer und Hrn. Bewersdorff, Grußworte an den TSV. Hierbei erwähnte er nochmals die abgeschlossene Sanierung des Waldstadions und er gab zu erkennen, dass man für das undichte Stadiondach nach einer Lösung suche. Er betonte ausdrücklich, dass das Schwimmbad an der Rappenbauhalle nicht zur Disposition stehe. Die neu geschaffene FSJ-Stelle sieht er als sehr gute Lösung für ein großes Angebot im Breiten- und Freizeitsport und er bedankte sich ausdrücklich beim TSV für die Unterstützung und Beteiligung bei der in Kürze stattfindenden Partnerstadtolympiade.
Insgesamt bescheinigte er dem TSV Dagersheim eine hervorragende Arbeit und einen großen Stellenwert in der Gesellschaft - Ehrenamt funktioniert sehr gut in Dagersheim.

Der Präsident ließ danach das Jahr nochmals Revue passieren.

Vermessene Bahnen im Waldstadion ermöglichten es, die Württembergische U16 Leichtathletikmeisterschaft in Dagersheim auszutragen.

Die Kooperationen mit Kindergärten und Schulen in Dagersheim und Darmsheim wurden weiter ausgebaut, in den Bereichen Schwimmen, Gymnastik, Leichtathletik und Tennis. Dies war möglich durch die tatkräftige Arbeit der entsprechenden Abteilungen und durch Philipp Bogensberger der im September 2016 die erste „FSJ’ Stelle in der TSV Geschichte angetreten hatte.

Das Leben eines Sportvereins spielt sich im Wesentlichen in den Abteilungen ab. Die Highlights der Abteilungen wurden vorgetragen. Sehr deutlich war dabei zu erkennen, wie vielfältig und wie aktiv unsere Sportangebote sind. Die 10 Abteilungen haben für Jede und Jeden ein entsprechendes Angebot und beteiligen sich auch dieses Jahr wieder aktiv am Sommerferienprogramm von Dagersheim.

Die Mitgliederzahl ist weitgehend stabil bei 2188 Personen (-18), 42% davon sind Kinder und Jugendliche, 248 Personen sind in mehreren Abteilungen angemeldet.

Der Präsident bedankte sich abschließend bei allen, die sich in den vergangenen 12 Monaten im TSV sportlich und auch ehrenamtlich engagiert haben und er dankte den Vertretern der Stadt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit für die finanzielle und ideelle Unterstützung.
Allen wünsche er viele verletzungsfreie Betätigungen sowie gesunde und erfolgreiche 12 Monate.

Eckehard Möbius trug den Kassenbricht vor.  Bei etwas über 106.000 € Einnahmen konnte dank eines einmaligen Wertpapiergewinnes ein Überschuss von ca. 1.400 € erzielt werden.
Die Kassenprüfer bescheinigten eine ordentliche, nachvollziehbare und einwandfreie Buchführung und so stand einer einstimmigen Entlastung des Finanzreferenten nichts im Wege.

OB Lützner beantragte die Entlastung des restlichen Vorstands, die ebenfalls einstimmig erfolgte.

Ulrike Steegmüller, bisher 2. Stellvertreterin im Vorstand stellte sich nach 8 Jahren Tätigkeit nicht mehr zur Wahl. Der Präsident dankte ihr mit einem Geschenk für ihre stets zuverlässige Mithilfe, besonders bei der Mitgliederbetreuung. Ein kräftiger Beifall unterstrich den Dank auch von Seiten der Anwesenden. Ganz zurückziehen wird sich Ulrike nicht. Sie hat schon angekündigt, die Ehrenmitgliedertreffen weiterhin mit zu organisieren.

Leider stellte sich niemand für eine Nachfolge zur Verfügung, so dass diese Stelle zunächst nicht wieder besetzt wird. Gleiches gilt für den Fachwart für Presse-/Öffentlichkeitsarbeit, der seit einem Jahr vakant ist.
Die Fachwarte für Stadion: Karl-Heinz Walter und für Hallen: Björn Holst wurden einstimmig für weitere zwei Jahre wiedergewählt.
Neu gewählt wurde Heike Marquardt als Schriftführerin.

Vom Vorstand wurde vorgeschlagen die Satzung auf die aktuellen Situationen anzupassen:
Im Vereinszweck sollten die Kooperationen mit aufgenommen werden, die Einladung zur Delegiertenversammlung soll elektronisch erfolgen dürfen, die Ausschüttung vom Hauptverein an Abteilungen soll vereinfacht werden und alle Beschreibungen zu Mitgliedsbeiträgen sollten aus der Satzung gestrichen werden, da dies auch (teilweise widersprechend) in der Beitragsordnung aufgeführt ist.
Alle fünf Änderungen wurden einstimmig, bzw. mit sehr großer Mehrheit angenommen.

Ebenso wurden die kleinen Änderungen in der Beitragsordnung einstimmig beschlossen.

Eines der wichtigsten Themen des Abends war die vorgeschlagene Beitragserhöhung von 6 €/Jahr bei Erwachsenen, sowie entsprechende Beträge in den anderen Beitragsarten.
Seit 2013 macht der Hauptverein jährlich Verluste, die in 2016 wegen dem bereits erwähnten Einmaleffekt zwar ausgeblieben ist, was aber keine Kehrtwende anzeigt. "Wir leben also von unserer Substanz", so der Präsident.
Ausführliche Vergleiche mit 10 ähnlich strukturierten Vereinen der Umgebung belegten, dass der TSV auch nach der vorgeschlagenen Erhöhung noch mit der günstigste Sportverein bleibt.
Arthur Bamberger erklärte, dass von seiner Seite aus keine weitere Beitragserhöhung in den nächsten vier Jahren beantragt wird.
Der Erhöhungsvorschlag wurde, nachdem einige Klärungsfragen beantwortet waren, bei einer Enthaltung und vier Gegenstimmen mit sehr großer Mehrheit angenommen.

Da keine Anträge gestellt wurden, bedankte sich der Präsident noch bei der Faustball- und Tennisabteilung, sowie bei Ulrike Steegmüller, Heike Prinz und Olga Baidinger für die Logistik des Abends und beendete die Delegiertenversammlung um 20:57 Uhr.