Abt. Leichtathletik

Jahresrückblick 1996

Veröffentlicht: Mittwoch, 26. Juni 1996 23:42 Drucken

Guten Abend, wir begrüßen Sie herzlich zu EXPLOSIV - Wir sind Tanja Rothfuß, Svenja Hajdu und Mareike Kanzler


Sindelfingen

Wie erst jetzt bekannt wurde, ärgerten sich bei den diesjährigen württembergischen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften, die Kampfrichter, über das - so wörtlich - dilettantische Verhalten - des Trainers - vom TSV Dagersheim - Björn Holst.
Er hatte es tatsächlich versäumt die Stellplatzkarte für seinen Athleten abzugeben. Dieser sollte über die 60 m Sprint antreten. Erst 10 Minuten vor Startbeginn bemerkte der Athlet, daß er nicht gemeldet wurde. Schnell informierte er seinen Trainer über dessen Mißgeschick. Der wiederum eilte darauf hin schnell zu seiner Sporttasche und suchte verzweifelt nach seiner Stellplatzkarte. Als er diese dann endlich gefunden hatte, mußte er sich noch auf Diskussionen mit den Kampfrichtern einlassen. Nach einem längeren „ Hin - und Her" gestattete das Kampfgericht doch noch die Teilnahme zum 60 m Sprint. Zornig über das Verhalten seines Trainers, ging sein Schützling dann an den Start. Seine Wut machte ihn dabei so stark und trieb ihn geradezu auf Platz drei. Die Verantwortlichen des WLV sahen noch mal von einer Disziplinarstrafe ab. Zur Zeit wird noch darüber abgestimmt - ob eine „ Dilettanten - Strafe" eingeführt werden soll. Sollte es zu einem Mehrheitsbeschluß kommen, tritt das Strafverfahren ab 01. Januar 1997 in Kraft.


Cesenatico - Villa Marina

Wie schon in den vergangenen Jahren, fuhren die Leichtathleten des TSV Dagersheim, zum Trainingslager ins sonnige Italien - nach Villa Marina - einem kleinen Ort bei Cesenatico. Schon auf der Hinfahrt war klar, daß sich die Trainer da auf etwas eingelassen hatten. An Bord der gemieteten Kleinbusse befand sich nämlich eine ausgelassene Rasselbande - gemischt aus Mädchen und Jungen - im Alter zwischen 12 und 15 Jahren. Die sorgten natürlich für Stimmung und so war es kein Wunder, daß die Fahrer völlig erschöpft am Adriastrand ankamen.

Empfangen wurden sie vom Wirt - Luigiano - der die Gruppe geradezu herbeigesehnt hatte. Mit einem gequältem Lächeln, bezeugte er den Ankommenden, daß er sich freue, denn endlich - so sagte er - sei wieder Leben in seinem Haus. Im Dorf hatte es sich schnell herumgesprochen, daß die Deutschen aus dem Schwabenland zu Gast waren. Und weil schon im Vorjahr von den Jugendlichen viel zu viel mit Geld herumgeschmissen wurde, wußten die Einheimischen ganz genau, daß sich auch in diesem Jahr. wieder einige nicht an das abgemachte Taschengeld - von 50 DM - gehalten hatten. Um dem abzuhelfen - drangen sie am hellichten Tage unbemerkt ins Hotel ein und entwendeten alles was nicht niet- und nagelfest war. Dabei sollte diese Tat nur eine Warnung sein. Denn - so die Mafiosos - : Je weniger bares Du mit nimmst, desto weniger kannst Du beklaut werden.

Gelernt - so hoffen die Trainer jetzt - haben hoffentlich alle daraus. Aufregend wurde es dann noch mal nachts. Steinchen prasselten an die Fensterscheiben und die Gruppe glaubte schon wieder an Eindringlinge. Ganz ruhig verhielten sich deshalb alle. Nur nicht bewegen oder gar nachschauen - so war die Devise. Nach einer Weile wurde das Klopfen und Lärmen jedoch immer massiver. Kai Seewald - der mutigste von allen - faßte deshalb den Entschluß mal nach zu schauen. Draußen in der Dunkelheit erspähte er tatsächlich eine Mann der ins das Hotel eindringen wollte. Dies zeigte die Situation deutlich. Der Unbekannte konnte jedoch schnell überwältigt werden. Noch bevor es zu einer handgreiflichen Tat kam - stellte sich heraus, daß der vermeintliche Täter Ulrich Zimmer war, ein Trainer, der erst später anreiste , keinen Schlüssel besaß und eben nur mal ins Bett wollte.


Bernhausen

Große Sorgen mußten sich zwei A - Schüler bei den diesjährigen Württ. Meisterschaften machen, denn Ihre Trainer waren nicht zum vereinbarten Zeitpunkt im Bernhausener Stadion erschienen. Zum Glück hatten die beiden aber schon aus den Fehlern der Trainer gelernt und streckten schon mal die Startgebühren von Ihrem kleinen Taschengeld vor und meldeten somit rechtzeitig ihre Teilnahme zur Meisterschaft.

Aber was war passiert? Klar war nur, daß es etwas schreckliches sein mußte. Unruhig standen die beiden A -Schüler auf dem Parkplatz und hielten schon mal Ausschau -doch keine Spur von Uli  und Björn. - Bestellt und nicht abgeholt - so fühlten sich die zwei Sprinter. Dann endlich pfiff der silbergraue Passat auf den Parkplatz. Björn entstieg als erster dem Fahrzeug. Der sonst so offene und freundliche Holst wirkte völlig verstört und sein Verhalten war nicht zu erklären. Sein Gesicht zeigte strenge, verkrampfte Züge und an ein Lächeln brauchte man nicht zu glauben. Jetzt kam auch Zimmer zu den verdutzt dastehenden Schülern. Total verwahrlost sahen die beiden aus. Die Haare nicht gekämmt und man vermutete, daß es zur morgendlichen Dusche auch nicht mehr ganz gereicht hatte.

Mit einem Klatsch in die Hände und den Worten: „ So Jungs -macht euch mal warm - bewegt euch - wir haben nicht mehr viel Zeit!" - wollte Ulrich Zimmer so einfach zur Tagesordnung übergehen. Doch so einfach war das natürlich nicht. Eine Erklärung war zwingend erforderlich und darauf bestanden die Schüler genauso wie die anwesenden Eltern. Schließlich machten sie sich über 1 Stunde lang Gedanken - was passiert hätte sein können. Und jetzt mußten sie sich auch noch Sorgen um den Zustand machen - und der war jämmerlich.

Nur zögernd rückten Holst und Zimmer mit der Sprache heraus. Heute weiß man, daß sie am Vorabend den Polterabend ihrer Trainerkollegin, Annette Gruber und deren Freund Ralf Feucht, gefeiert hatten. Dabei ist ihnen aus noch unerklärlichen Gründen der Alkoholspiegel etwas nach oben gerutscht. Dieser war letztendlich auch für das Aussehen und den schrecklichen Zustand der beiden verantwortlich.

Nach letzten Meldungen sind Zimmer und Holst wieder außer Alkoholgefahr. Nur Wasser und Fruchtsäfte wollen sie noch zu sich nehmen. Ob ihnen das gelingen wird? Zweifler befürchten dies und erwarten einen Rückfall - spätestens dann, wenn Annettte Gruber und Ralf Feucht zu glücklichen Eltern geworden sind.

Ja - man darf gespannt sein wie sich dieser Fall noch weiter entwickelt. Wir jedenfalls werden weiter beobachten und sie selbstverständlich auf dem laufenden halten.

Das waren die Meldungen - wir wünschen noch einen schönen Abend und freuen uns, wenn Sie morgen wieder dabei sind!


Tschüs bis dann, Ihre Tanja Rothfuß und Svenja Hajdu

Jahresrückblick 1995

Veröffentlicht: Dienstag, 27. Juni 1995 23:53 Drucken

Das Jahr 1995 aus der Sicht der Leichtathleten im TSV-Dagersheim

Schnell ist das Jahr 1995 wieder vergangen, obwohl doch so viel passierte und von den Leichtatheten unternommen wurde.

Angefangen mit der Hallensaison, wurden bereits im Rahmen des Sindelfinger Hallensportfestes im Glaspalast Siegerehren errungen. Unsere Schülergruppe, Jungs wie Mädchen, entwickelte sich zu einer erfolgreichen Maischaft, was sich auch auf dem IBM-Sprintcup unter Beweis stellen ließ. Hier brachte das kontinuierliche Training, anfangs einmal in der Woche und sehr spielerisch gehalten, seine Früchte. Mit zunehmendem Alter wird dann zweimal in der Woche trainiert, die leichtathletischen Bewegungsabläufe treten mehr in den Vordergrund.

 Im Frühjahr, die ersten wärmenden Sonnenstrahlen vertrieben die kalte Winterluft, richtete die Leichtathletikabteilung die Kreiswaldlaufmeisterschaften im Waldstadion aus. 

 

  • 1995_Schueler D
  • 1995_Schueler C
Hier zeigte sich, daß nicht nur die Schüler Erfolge ver- buchen können, sondern auch eine Aktiven- mannschaft, die den Titel des Kreiswaldlaufmeisters nach Dagersheim holen konnte. Hier zeigte sich vielleicht auch der Erfolg eines konsequenten Wintertrainings, sehr unterstützt von P.Grötzinger, unserem Platzwart. Er hat bei Wind und Wetter die Tartanbahn vom Schnee befreit, wenn auch sonst alles im Stadion geschlossen war, so uns doch den montäglichen Zugang zur Bahn ermöglicht. Mittwoch war Hallentraining (Koordination und Sprint) in der H. Raiser-Halle angesagt, wo wir uns mit der Böblinger Leichtathletik eine Halle teilten und als Gäste froh waren, eine Trainingseinheit im Warmen absolvieren zu können. Nach dem Krafttraining am Freitag wurde zum Auslockem noch eine spielerische Einheit absolviert, und am Wochenende die obligatorische Laufeinheit im Wald.

 

 

  • 1995_Cesenatico
Ein erster Höhepunkt im Vereinsjahr war das Trainingslager in Italien, wieder bei unserem alt bekannten Wirt Luciano in Villamarina an der Adria. Er erwartete uns schon mit offenen Armen, wir erweckten sein bis dahin leeres Haus zum Leben. Sport und Hauptsache Spaß dabei, das war der Leitsatz. Wahrlich wurde viel trainiert, jeden Tag zwei Einheiten. Aber in warmer Umgebung, Sonne und am Meer macht alles doch viel mehr Spaß. Sandstrand, Wasser, Spielhölle. Alles da, was man so braucht. Die Großen genossen den Rest vom Tag am Strand, die Kleinen in der Spielhölle am Tip-Kick. Zum Abendessen fand sich der gesamte Mob im Hotel ein und genoß die grandiose italienische Küche. Pasta gab's zum Mittagessen, abends einen Salat zur Vorspeise, dann alles, was das Herz begehrt. Öfter mal Fleisch, mal Fisch, die Großen freuten sich besonders über die Platten mit den Miesmuscheln. Und die waren reichlich!
 

Unser Unglücksrabe Dennis hatte das Pech am Hacken, hinterher den Nagel im Schienbein. Aber mit seinem gebrochenen Bein hatte er wenigstens die Gelegenheit, im Krankenhaus Italienisch unter Italienern zu lernen. Das blieb dem Rest der Truppe versagt. Am sommerlichen Teutonengrill, die Vorbereitungen für die Sommersaison waren in vollem Gange, kann ja fast jeder Deutsch.

Und was machen die Leichtathleten, wenn sie nicht auf dem Platz sind? RADFAHREN! Insgesamt sechs mehr oder weniger versehrte Leichtathleten hatten ihre Fahrräder mitgenommen und genossen die kleinen, umbefahrenen, italienischen Landsträßchen. Hinein ins Hinterland, nach 40krn wird's auch interessant, da fangen die Berge an. Ein Pass in jeder Tour muß sein, die Abfahrten sind einfach wunderbar! Landschaft zum Verlieben und Anstrengung gratis. Die Tour der Touren war, wie bereits 1994, die Fahrt nach San Marino, dem kleinen Staat im Staat Italien. Hoch über der Küstenebene wurden die Radler belohnt mit einem grandiosen Blick über die selbige, bishin zu Küste.
 
Kaum wieder aus dem Trainingslager in der Heimat überschlugen sich die Ereignisse fast. Wir richteten unser "1. Dagersheimer Sprung- und Wurfmeeting" aus. Die Resonanz war gut, obwohl die Teilnehmerzahl aufgrund des kalten und verregneten Wetters etwas zu wünschen übrig ließ. Aber wir ließen uns nicht verdrießen, schließlich kommen ja noch andere Veranstaltungen.
 

Nahezu jedes Wochenende war jemand auf Wettkämpfen, mal mit mehr mal weniger Erfolg. Allen vorne an stand Jochen Hajdu, der auf Baden - Württembergischer Ebene ganz vorne mitmischen konnte. Auf Kreisebene führt er die Bestenliste im Sprint an, im Weit- und Hochsprung konnte er die Plätze 2 und 3 erringen. Auch Kugelstoßen kann er gut so daß in der Endabrechnunng des Mehrkampfes ebenso die beste Leistung im Kreis von Jochen erzielt werden konnte. Anerkennend meinten Trainer und Funktionäre, auch anderer Vereine: 'Ein Riesentalent".

Der nächste Termin im Waldstadion Dagersheim hieß Bezirksmeisterschaften Zehnkampf der Männer. Über 30 Teilnehmer kamen aus dem gesamten südwestdeutschen Raum und trotz Regenschauern war die Stimmung hervorragend. Die schon unterdessen traditionelle Veranstaltung war ein voller Erfolg, die Aktiven kommen jedes Jahr immer wieder gerne, so wird von Jahr zu Jahr das Teilnehmerfeld etwas größer. Hier konnten die Dagersheimer Mehrkämpfer wieder ihre Vielseitigkeit ausspielen. Die Dagersheimer Mannschaft errang den Titel des Bezirksmeisters und allen voran Kai Seewald, dicht gefolgt von Martin Stäbler, lieferte mit über 6000 Punkten einen achtbaren Wettkampf ab.
 

 

  • 1995_Wildbad
Kurz vor den Sommerferien ging's mit der kompletten Abteilung für ein Wochenende ab nach Wildbad, in's Turnerheim. Wildbad, schon ein fester Bestandteil im Jahreskalender der Leichtathleten geworden, war wieder ein Wochenende lang Sport, Spaß und Spiel. Die "Kleinen", fast alle Kinder und Jugendlichen gingen mit, haben besonders den Brunnen belagert, was in einer regelrechten Wasserschlacht endete, schließlich geht man ja mit Luftballons und Eimern ausgerüstet in's Trainingslager. Es dauerte nicht lange, bis die "Großen" auch pitschnaß waren, und jeder versuchte, jeden unter Wasser zu setzen. Ansonsten wurde Beachvolleyball gespielt, nebenbei wurde auch jeden Tag einmal trainiert. Ein großes Lagerfeuer und die Nachtwanderung mit Fackeln gehören ebenso zum abendlichen Lagerleben, wie das Vereinsquiz von Björn Holst, bei dem Intelligenz und Ideenreichtum gefragt waren.

Nach den Sommerferien stand dann noch der Volkslauf im Dagersheimer Wald auf dem Programm. Diese seit einigen Jahren schon als fester Bestandteil des Jahresprogramms geltende Veranstaltung für den Breitensportbereich war mit über 200 Teilnehmern sehr gut besucht.


Eine weitere Breitensportveranstaltung war der erste, in Dagersheim durchgeführte Zehnkampf für Jedermann. Es kamen fast 40 Teilnehmer, die die Leichtathletik aus reiner Freude am Sport machen. Den Organisatoren, Kampfrichtern und Helfern, alle aus den Reihen der Leichtathletik im TSV, war es eine interessante Erfahrung, auch einmal "auf der anderen Seite" beim Wetämmpfgeschehen dabei zu sein.

 Zum Jahresabschluß wurde noch eine Weihnachtsfeier organisiert, diesmal erstmals im ev. Gemeindehaus, ein sehr schöner Rahmen. Für alle, Kinder und Erwachsene war es ein schöner Nachmittag, die Eltern haben sich teilweise auch mit eingefunden, zum Abschluß des Jahres haben sich alle noch einmal getroffen und die Saison 95 herzlich ausklingen lassen.



Aus der Zeitung:

  • 1995_Zehnkampf

Jahresrückblick 1994

Veröffentlicht: Montag, 27. Juni 1994 23:47 Drucken

Trainingslager Wildbad

  • 1994_Wildbad
Mit annähernd 50 Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen Leichtathleten ging es vom 22. April24. April in ein Wochenend-Trainingslager nach Wildbad. Hin und zurück brachte uns ein großer Reisebus. Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit, aber auch bei Regen kann man Feuer machen und darum herum sitzen und Lieder zu Gitarrenklängen schmettern.
 
Trainiert wurde natürlich auch. Am Samstag sogar zweimal an einem Tag. Für viele der jüngeren Leichtathleten war das etwas neues. Aber nach einigem murren und dem Versprechen das es auch ein Fußballspiel geben würde konnten sie doch überredet werden.

Bestens versorgt von Birgit Wolf mit den obligatorischen Spaghetti blieb auch für das Aufräumen am Sonntag noch genug Kraft. Für das nächste Jahr hofft man auf besseres Wetter, damit auch das schönes Volleyballfeld mal benutzt werden kann.


 
Trainingslager Cesenatico

  • 1994_Cesenatico
Zum ersten Mal ging es für die Dagersheimer Leichtathleten vom 13. Mai21. Mai  an die Adria-Küste nach Cesenatico in der Nähe von Rimini. Diese Gegend ist für viele Leichtathletikvereine in dieser Zeit Aufenthaltsort um sich auf die kommende Wettkampfsaison vorzubereiten. 
 
Das Hotel ist direkt an der Strandpromenade und läd gerade dazu ein Strandläufe zu machen. Aber neben hartem Training, immer hin zweimal am Tag, standen auch viele Parties auf dem Plan. Neben der Geburtstagsfeier von Dennis Dubnitzki wurde das ein oder andere Zimmer durch entfernen der Betten in eine Discothek umgewandelt. Auch der obligatorischen Kulturausflug, organisiert von Ulrich Wellmann fand wieder statt.
Viel zu schnell ging die Woche rum und am Samstag morgen hiess es dann schon wieder Abschied nehmen aus Italien.



Aus der Zeitung

  • 1994_Zehnkampf
 
  • 1994_Ulli

Jahresrückblick 1993

Veröffentlicht: Sonntag, 27. Juni 1993 23:43 Drucken

Aus dem TSV - Jahresrückblick 1993

Das zweite Jahrzehnt im Leben der Leichtathletikabteilung des TSV wurde schon 1992 mit einem großen Ball eingeläutet. Die Leichtathletikabteilung besteht inzwischen aus sechs Gruppen und wuchs auch 1993 wieder um eine Generation, denn Kristina Holst und Anja Heringhaus haben fortan die Betreuung der allerjüngsten Schülerinnen und Schüler bis zum Alter von acht Jahren übernommen. Darüber hinaus steht die Abteilung aufbewahrtem Fundament: Bei Anette Gruber trainieren die Schülerinnen und Schüler im Alter von acht bis zehn Jahren, bei Björn Holst und Uli Zimmer die Schülerinnen und Schüler B, bei Ralf Feucht die Jugendlichen und die Aktiven bei Klaus Stahn. Somit ist binnen elf Jahren aus einer Handvoll Unentwegter eine beachtliche Sportgemeinschaft mit rund 120 Mitgliedern geworden.
 

Der starke Zusammenhalt stützt sich in erster Linie auf die gute Kameradschaft innerhalb und zwischen allen Gruppen, die vielen gemeinsamen Aktivitäten und sicher auch auf die vielen Erfolge. Neben sieben Plazierungen unter den besten fünf bei den Baden-Württembergischen bzw. Süddeutschen Meisterschaften der Jugend und Aktiven, konnten zehn Kreis- und Bezirksmeistertitel, sowie 26 weitere Plazierungen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen errungen werden. Aus den einzelnen Schülergruppen können die Betreuer ebenso nur Positives berichten, vor allem aber viele Erfolge. Als kurzer Auszug mögen die ersten Plätze von Valentin Matt, Thomas Hammes und Anne-Katrin Schäme beim landesoffenen Drei- bzw. Vierkampf des PSV Stuttgart in ihrer Altersklasse sowie erste Plätze von Meike Bauknecht bei den Kreiswaldlaufmeisterschaften sowie über 800m in Münchingen aufgeführt werden. Bei der gleichen Veranstaltung war Valentin Matt bei den Schülern C über 50 Meter, 1000 Meter und im Weitsprung erfolgreich.

 

Kristina Holst und Susanne Möbius im Württembergischen Landeskader

Dank ihrer dritten und vierten Plätze bei den Landesmeisterschaften in der Halle wie auch im Freien wurden die B-Jugendlichen Kristina Holst (Speer) und Susanne Möbius (Hürden) in den Landeskader des WLV berufen, und haben so einmal in der Woche die Gelegenheit, unter Anleitung der Landestrainer im Olympiastützpunkt Stuttgart zu trainieren.

Bei den Aktiven zeichnete sich wieder einmal Kai Seewald mit über 6500 Punkten im Zehnkampf als Kreismeister aus. Der Zehnkampf fand auch 1993, mittlerweile schon zum dritten Mal, im Dagersheimer Waldstadion statt. Schade, daß Petrus nicht so leichtathletikfreundlich wie bei der WM in Stuttgart war, aber die Einweihung der neuen Leichtathletikanlagen im vorzüglich renovierten Waldstadion darf dennoch als gelungen angesehen werden. Außerdem wurden bei dieser Veranstaltung Kai Seewald, Frank Stahn und Uli Zimmer Bezirksmeister mit der Mannschaft. (siehe nachfolgenden Bericht)
 
Ausgezeichnet schlug sich wieder einmal die 4 x 400Meter-Staffel, und der Jubel war groß, als bei der Süddeutschen Meisterschaft in der Stuttgarter Schleyerhalle in der Besetzung Holst-Zimmer-Stahn-Seewald der vierte Platz erkämpft werden konnte. Diese Erfolge schlagen sich natürlich auch in der würtembergischen Bestenliste nieder.



Viele außersportliche Aktivitäten

Neben den Wettkämpfen zählten 1993 auch die beiden Skiwochenenden im Gauertal zu den Highlights. Bester Pulverschnee und Sonnenschein ließen den Abschied schwerfallen. So war die Vorfreude auf das nächste Wochenende groß. Vollbepackt mit Speis und vor allem Trank nahm man die Stunde Anmarsch gerne in Kauf und wurde vor der Hütte in Ralfs Schneebar herzlich willkommen geheißen.  
 
  • 1993_Arco
Über Ostern ging's dann ins schon traditionelle Trainingslager. Diesmal verschlug es die TSVIer nach Riva an den Gardasee. Herrlich über dem Gardasees gelegen, wurde sofort die Herberge inspiziert und festgestellt, daß außer einer intakten Heizung zum Trocknen der regennassen Kleidung eigentlich alles komplett war. Endlich kam etwas Schwung in das verstaubte Abendleben im von deutschen Touristen überfluteten Riva, und es sollte eine unvergessliche Woche für alle Beteiligten werden. Neben viel Geselligkeit stand natürlich auch zweimal pro Tag Training auf dem Programm.
 

  • 1993_Friedrichshafen
Auch für die ganz Kleinen gab es dieses Jahr wieder eine große Fahrt. Mit dem Bus ging es über Pfingsten für drei Tage nach Friedrichshafen am Bodensee. Gewohnt und trainiert wurde im Stadion des TBC Friedrichshafen. Neben drei Trainingseinheiten war ein Besuch im Strandbad oberste Pflicht. Danach wurde der Geräteraum des Stadions zu einem nächtlichen Übungsparcours, ausgestattet mit allerlei Turngeräten umfunktioniert.

Nach einem gemeinsamen Besuch bei der Leichtathletik-WM wurden die Vorbereitungen für den Flohmarkt im November in der alten Turnhalle in Angriff genommen. Und schon schließt sich der Kreis des Jahres 1993 mit der traditionellen Weihnachtsfeier.

 


Ausblick auf 1994

Neben den Veranstaltungen wie Zehnkampf-Meisterschaft, Abendsportfest und Volkslauf soll es nächstes Jahr einmal einen 'Zehnkampf für jedermann' geben. Angesprochen werden sollen damit alle, die Spaß am Sport und an der Bewegung haben und einmal life die Zehnkampfatmosphäre spüren wollen. Für jedermann bedeutet, daß beispielsweise die Höhe der Hürden so abgesenkt wird, daß sie keine unüberwindbare Mauer darstellen oder, daß beim Stabhochsprung mit Hilfestellung und Schnur anstelle der Latte gesprungen wird. Dabei soll natürlich in erster Linie der Spaß im Vordergrund stehen.

Erster Höhepunkt im Dagersheimer Leichtathletik-Veranstaltungskalender 1994 werden jedoch die Bezirksmeisterschaften im Waldlauf sein, die am 6. März ausgetragen werden.



Speerwerfer überzeugten beim Dagersheimer Abendsportfest

Wie schon in den vergangenen Jahren überzeugten beim Dagersheimer Abendsportfest Mitte Mai auch 1993 die Speerwerfer mit ausgezeichneten Weiten. Den besten Eindruck hinterließ Michael Beck (LG VfB/Kickers Stuttgart), der den Wettbewerb mit jedem seiner vier gültigen Würfe gewonnen hätte. Vierter wurde der Dagersheimer Karl Seewald, der mit seinen 50,78 Meter jedoch fast 5 Meter hinter Beck lag. Von den wenigen im Dagersheimer Waldstadion angetretenen Frauen zeigte lediglich die Sindelfingerin Susanne Schwab mit ihrer 400-Meter-Zeit von 59,1 Sekunden eine passable Leistung.

Anders die weibliche B-Jugend. Über 200 m nahm die Dagersheimerin Susanne Möbius vor heimischer Kulisse Revanche für ihre Niederlage bei den Kreismeisterschaften. In einem packenden Finish bezwang sie Katja Grötzinger (Spvgg Renningen) in 26,6 gegen 26,8 Sekunden denkbar knapp. Rang drei ging an Jenny Borgemehn (TSV Dagersheim) mit 27,1 Sekunden.
 
Vereinskamerad Martin Stäbler steigerte sich über 400 m auf gute 50,8 Sekunden und gewann damit seinen Lauf sicher vor Michael Kunz (SV-Vaihingen), der 51,4 Sekunden für seine Stadionrunde brauchte. Leider mußten einige 100-m-Finalläufe sowie die geplante Schwedenstaffel mangels Beteiligung ausfallen. Schade, daß bei optimalen äußeren Bedingungen nicht mehr Sportlerinnen und Sportler den Weg ins Dagersheimer Waldstadion gefunden halten. 



Rekordbeteiligung beim sechsten Dagersheimer Waldlauf

Einen neuen Teilnehmerrekord konnte Abteilungsfeiler Uli Wellmann schon vor dem Start zum sechsten Dagersheimer Waldlauf am 11. September vermelden. 89 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen eine 7,5 Kilometer lange Runde unter die Sohlen; 80 Ausdauersportlerinnen und -sportler versuchten sich über zwei Runden, insgesamt also 15 Kilometer.

Pünktlich um 15 Uhr schickte Lauftreffleiter Sönke Reinhold die insgesamt 169 Sportler auf die schöne Strecke hinter dem Waldstadion. Bereits nach zwei Kilometern hatte sich eine Vierergruppe, bestehend aus den 15-Kilometer-Läufern Bernd Weis (TSV Dettingen /Erms) und Christhard Henning (TSV Hildrizhausen) sowie den 7,5-Kilometer-Siegaspiranten Andreas Fahrner (VfL Sindelfingen) und Holger Schmidt (SV Böblingen), vom Rest des Feldes ab. Nach einem Einbruch bei Fahrner ließ Schmidt nichts mehr anbrennen und gewann die 7500 Meter nach 2720 Minuten souverän vor dem Sindelfinger. Beste Frau war Andrea Ludwig (SG Stern Sindelfingen). Nach genau 54:01 Minuten kam 15-Kilometer-Gewinner Bernd Weis eineinhalb Minuten vor dem zweitplazierten Christhard Henning im Waldstadion m. Die Frauenwertung über diese Distanz gewann Gudrun Vogl (LT Renningen) vor der Vorjahressiegerin Brigitte Gaubisch (TSV Schafhausen).

Dem unermüdlichen Einsatz von Uli Weltmann und seinen zahlreichen Helfern war es zu verdanken, daß der sechste Degersheimer Waldlauf bei idealen äußeren Bedingungen nicht nur reibungslos über die Bühne ging, sondern auch, daß die Siegerehrung schon 30 Minuten früher als geplant durchgeführt werden konnte.

 

Aus der Zeitung

  • 1993_Zehnkampf