Abt. Leichtathletik

Jahresrückblick 1994

Veröffentlicht: Montag, 27. Juni 1994 23:47 Drucken

Trainingslager Wildbad

  • 1994_Wildbad
Mit annähernd 50 Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen Leichtathleten ging es vom 22. April24. April in ein Wochenend-Trainingslager nach Wildbad. Hin und zurück brachte uns ein großer Reisebus. Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit, aber auch bei Regen kann man Feuer machen und darum herum sitzen und Lieder zu Gitarrenklängen schmettern.
 
Trainiert wurde natürlich auch. Am Samstag sogar zweimal an einem Tag. Für viele der jüngeren Leichtathleten war das etwas neues. Aber nach einigem murren und dem Versprechen das es auch ein Fußballspiel geben würde konnten sie doch überredet werden.

Bestens versorgt von Birgit Wolf mit den obligatorischen Spaghetti blieb auch für das Aufräumen am Sonntag noch genug Kraft. Für das nächste Jahr hofft man auf besseres Wetter, damit auch das schönes Volleyballfeld mal benutzt werden kann.


 
Trainingslager Cesenatico

  • 1994_Cesenatico
Zum ersten Mal ging es für die Dagersheimer Leichtathleten vom 13. Mai21. Mai  an die Adria-Küste nach Cesenatico in der Nähe von Rimini. Diese Gegend ist für viele Leichtathletikvereine in dieser Zeit Aufenthaltsort um sich auf die kommende Wettkampfsaison vorzubereiten. 
 
Das Hotel ist direkt an der Strandpromenade und läd gerade dazu ein Strandläufe zu machen. Aber neben hartem Training, immer hin zweimal am Tag, standen auch viele Parties auf dem Plan. Neben der Geburtstagsfeier von Dennis Dubnitzki wurde das ein oder andere Zimmer durch entfernen der Betten in eine Discothek umgewandelt. Auch der obligatorischen Kulturausflug, organisiert von Ulrich Wellmann fand wieder statt.
Viel zu schnell ging die Woche rum und am Samstag morgen hiess es dann schon wieder Abschied nehmen aus Italien.



Aus der Zeitung

  • 1994_Zehnkampf
 
  • 1994_Ulli

Jahresrückblick 1993

Veröffentlicht: Sonntag, 27. Juni 1993 23:43 Drucken

Aus dem TSV - Jahresrückblick 1993

Das zweite Jahrzehnt im Leben der Leichtathletikabteilung des TSV wurde schon 1992 mit einem großen Ball eingeläutet. Die Leichtathletikabteilung besteht inzwischen aus sechs Gruppen und wuchs auch 1993 wieder um eine Generation, denn Kristina Holst und Anja Heringhaus haben fortan die Betreuung der allerjüngsten Schülerinnen und Schüler bis zum Alter von acht Jahren übernommen. Darüber hinaus steht die Abteilung aufbewahrtem Fundament: Bei Anette Gruber trainieren die Schülerinnen und Schüler im Alter von acht bis zehn Jahren, bei Björn Holst und Uli Zimmer die Schülerinnen und Schüler B, bei Ralf Feucht die Jugendlichen und die Aktiven bei Klaus Stahn. Somit ist binnen elf Jahren aus einer Handvoll Unentwegter eine beachtliche Sportgemeinschaft mit rund 120 Mitgliedern geworden.
 

Der starke Zusammenhalt stützt sich in erster Linie auf die gute Kameradschaft innerhalb und zwischen allen Gruppen, die vielen gemeinsamen Aktivitäten und sicher auch auf die vielen Erfolge. Neben sieben Plazierungen unter den besten fünf bei den Baden-Württembergischen bzw. Süddeutschen Meisterschaften der Jugend und Aktiven, konnten zehn Kreis- und Bezirksmeistertitel, sowie 26 weitere Plazierungen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen errungen werden. Aus den einzelnen Schülergruppen können die Betreuer ebenso nur Positives berichten, vor allem aber viele Erfolge. Als kurzer Auszug mögen die ersten Plätze von Valentin Matt, Thomas Hammes und Anne-Katrin Schäme beim landesoffenen Drei- bzw. Vierkampf des PSV Stuttgart in ihrer Altersklasse sowie erste Plätze von Meike Bauknecht bei den Kreiswaldlaufmeisterschaften sowie über 800m in Münchingen aufgeführt werden. Bei der gleichen Veranstaltung war Valentin Matt bei den Schülern C über 50 Meter, 1000 Meter und im Weitsprung erfolgreich.

 

Kristina Holst und Susanne Möbius im Württembergischen Landeskader

Dank ihrer dritten und vierten Plätze bei den Landesmeisterschaften in der Halle wie auch im Freien wurden die B-Jugendlichen Kristina Holst (Speer) und Susanne Möbius (Hürden) in den Landeskader des WLV berufen, und haben so einmal in der Woche die Gelegenheit, unter Anleitung der Landestrainer im Olympiastützpunkt Stuttgart zu trainieren.

Bei den Aktiven zeichnete sich wieder einmal Kai Seewald mit über 6500 Punkten im Zehnkampf als Kreismeister aus. Der Zehnkampf fand auch 1993, mittlerweile schon zum dritten Mal, im Dagersheimer Waldstadion statt. Schade, daß Petrus nicht so leichtathletikfreundlich wie bei der WM in Stuttgart war, aber die Einweihung der neuen Leichtathletikanlagen im vorzüglich renovierten Waldstadion darf dennoch als gelungen angesehen werden. Außerdem wurden bei dieser Veranstaltung Kai Seewald, Frank Stahn und Uli Zimmer Bezirksmeister mit der Mannschaft. (siehe nachfolgenden Bericht)
 
Ausgezeichnet schlug sich wieder einmal die 4 x 400Meter-Staffel, und der Jubel war groß, als bei der Süddeutschen Meisterschaft in der Stuttgarter Schleyerhalle in der Besetzung Holst-Zimmer-Stahn-Seewald der vierte Platz erkämpft werden konnte. Diese Erfolge schlagen sich natürlich auch in der würtembergischen Bestenliste nieder.



Viele außersportliche Aktivitäten

Neben den Wettkämpfen zählten 1993 auch die beiden Skiwochenenden im Gauertal zu den Highlights. Bester Pulverschnee und Sonnenschein ließen den Abschied schwerfallen. So war die Vorfreude auf das nächste Wochenende groß. Vollbepackt mit Speis und vor allem Trank nahm man die Stunde Anmarsch gerne in Kauf und wurde vor der Hütte in Ralfs Schneebar herzlich willkommen geheißen.  
 
  • 1993_Arco
Über Ostern ging's dann ins schon traditionelle Trainingslager. Diesmal verschlug es die TSVIer nach Riva an den Gardasee. Herrlich über dem Gardasees gelegen, wurde sofort die Herberge inspiziert und festgestellt, daß außer einer intakten Heizung zum Trocknen der regennassen Kleidung eigentlich alles komplett war. Endlich kam etwas Schwung in das verstaubte Abendleben im von deutschen Touristen überfluteten Riva, und es sollte eine unvergessliche Woche für alle Beteiligten werden. Neben viel Geselligkeit stand natürlich auch zweimal pro Tag Training auf dem Programm.
 

  • 1993_Friedrichshafen
Auch für die ganz Kleinen gab es dieses Jahr wieder eine große Fahrt. Mit dem Bus ging es über Pfingsten für drei Tage nach Friedrichshafen am Bodensee. Gewohnt und trainiert wurde im Stadion des TBC Friedrichshafen. Neben drei Trainingseinheiten war ein Besuch im Strandbad oberste Pflicht. Danach wurde der Geräteraum des Stadions zu einem nächtlichen Übungsparcours, ausgestattet mit allerlei Turngeräten umfunktioniert.

Nach einem gemeinsamen Besuch bei der Leichtathletik-WM wurden die Vorbereitungen für den Flohmarkt im November in der alten Turnhalle in Angriff genommen. Und schon schließt sich der Kreis des Jahres 1993 mit der traditionellen Weihnachtsfeier.

 


Ausblick auf 1994

Neben den Veranstaltungen wie Zehnkampf-Meisterschaft, Abendsportfest und Volkslauf soll es nächstes Jahr einmal einen 'Zehnkampf für jedermann' geben. Angesprochen werden sollen damit alle, die Spaß am Sport und an der Bewegung haben und einmal life die Zehnkampfatmosphäre spüren wollen. Für jedermann bedeutet, daß beispielsweise die Höhe der Hürden so abgesenkt wird, daß sie keine unüberwindbare Mauer darstellen oder, daß beim Stabhochsprung mit Hilfestellung und Schnur anstelle der Latte gesprungen wird. Dabei soll natürlich in erster Linie der Spaß im Vordergrund stehen.

Erster Höhepunkt im Dagersheimer Leichtathletik-Veranstaltungskalender 1994 werden jedoch die Bezirksmeisterschaften im Waldlauf sein, die am 6. März ausgetragen werden.



Speerwerfer überzeugten beim Dagersheimer Abendsportfest

Wie schon in den vergangenen Jahren überzeugten beim Dagersheimer Abendsportfest Mitte Mai auch 1993 die Speerwerfer mit ausgezeichneten Weiten. Den besten Eindruck hinterließ Michael Beck (LG VfB/Kickers Stuttgart), der den Wettbewerb mit jedem seiner vier gültigen Würfe gewonnen hätte. Vierter wurde der Dagersheimer Karl Seewald, der mit seinen 50,78 Meter jedoch fast 5 Meter hinter Beck lag. Von den wenigen im Dagersheimer Waldstadion angetretenen Frauen zeigte lediglich die Sindelfingerin Susanne Schwab mit ihrer 400-Meter-Zeit von 59,1 Sekunden eine passable Leistung.

Anders die weibliche B-Jugend. Über 200 m nahm die Dagersheimerin Susanne Möbius vor heimischer Kulisse Revanche für ihre Niederlage bei den Kreismeisterschaften. In einem packenden Finish bezwang sie Katja Grötzinger (Spvgg Renningen) in 26,6 gegen 26,8 Sekunden denkbar knapp. Rang drei ging an Jenny Borgemehn (TSV Dagersheim) mit 27,1 Sekunden.
 
Vereinskamerad Martin Stäbler steigerte sich über 400 m auf gute 50,8 Sekunden und gewann damit seinen Lauf sicher vor Michael Kunz (SV-Vaihingen), der 51,4 Sekunden für seine Stadionrunde brauchte. Leider mußten einige 100-m-Finalläufe sowie die geplante Schwedenstaffel mangels Beteiligung ausfallen. Schade, daß bei optimalen äußeren Bedingungen nicht mehr Sportlerinnen und Sportler den Weg ins Dagersheimer Waldstadion gefunden halten. 



Rekordbeteiligung beim sechsten Dagersheimer Waldlauf

Einen neuen Teilnehmerrekord konnte Abteilungsfeiler Uli Wellmann schon vor dem Start zum sechsten Dagersheimer Waldlauf am 11. September vermelden. 89 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen eine 7,5 Kilometer lange Runde unter die Sohlen; 80 Ausdauersportlerinnen und -sportler versuchten sich über zwei Runden, insgesamt also 15 Kilometer.

Pünktlich um 15 Uhr schickte Lauftreffleiter Sönke Reinhold die insgesamt 169 Sportler auf die schöne Strecke hinter dem Waldstadion. Bereits nach zwei Kilometern hatte sich eine Vierergruppe, bestehend aus den 15-Kilometer-Läufern Bernd Weis (TSV Dettingen /Erms) und Christhard Henning (TSV Hildrizhausen) sowie den 7,5-Kilometer-Siegaspiranten Andreas Fahrner (VfL Sindelfingen) und Holger Schmidt (SV Böblingen), vom Rest des Feldes ab. Nach einem Einbruch bei Fahrner ließ Schmidt nichts mehr anbrennen und gewann die 7500 Meter nach 2720 Minuten souverän vor dem Sindelfinger. Beste Frau war Andrea Ludwig (SG Stern Sindelfingen). Nach genau 54:01 Minuten kam 15-Kilometer-Gewinner Bernd Weis eineinhalb Minuten vor dem zweitplazierten Christhard Henning im Waldstadion m. Die Frauenwertung über diese Distanz gewann Gudrun Vogl (LT Renningen) vor der Vorjahressiegerin Brigitte Gaubisch (TSV Schafhausen).

Dem unermüdlichen Einsatz von Uli Weltmann und seinen zahlreichen Helfern war es zu verdanken, daß der sechste Degersheimer Waldlauf bei idealen äußeren Bedingungen nicht nur reibungslos über die Bühne ging, sondern auch, daß die Siegerehrung schon 30 Minuten früher als geplant durchgeführt werden konnte.

 

Aus der Zeitung

  • 1993_Zehnkampf

 

Jahresrückblick 1992

Veröffentlicht: Samstag, 27. Juni 1992 23:37 Drucken

Bericht der Leichtathletikabteilung in der Jahreshauptversammlung vom 11. März 1993

 

Im vergangenen Jahr feierten wir unser zehnjähriges Jubiläum. Wir gaben eine kleine Festschrift mit den Gedichten des Nikolaus heraus. Diese Festschrift kostete uns mehr Arbeit und mehr Geld als das normale Training und den normalen Betrieb. Immerhin haben wir damit gezeigt, daß wir auch mit der Feder umgehen können.
 
  • 1992_Ball
Wie es sich für unsere Abteilung gehört, feierten wir das zehnjährige Jubiläum kräftig und zwar mit einem wunderschönen Ball in der Alten Turn— und Festhalle. Wir hatten die Räume so gut dekoriert, daß sie auch noch am nächsten Tag von der SPD für ihre Herbsthocketse genutzt werden konnte.

 

Unsere Abteilung blüht und wächst nach wie vor. Die Mitgliederzahl bewegt sich auf die 120 zu. Dabei nutzte uns die Kooperationsmaßnahme Schule/Verein ganz besonders. Hier gilt ein großes Lob Annette Gruber, die ihre Kleinen in liebevoller Weise betreut und kräftig für Nachwuchs sorgt.

 

Freuen konnten wir uns auch über insgesamt 11 Einzeltitel bei den Schülerinnen, 2 Einzeltitel bei den Schülern, einen Einzeltitel bei der weiblichen Jugend B, 6 Mannschaftstitel bei den Schülerinnen, 2 Mannschaftstitel bei der weiblichen Jugend B und 2 Mannschaftstitel bei den Aktiven alles auf Kreis— und Bezirksebene. Der Hauptverein hat schon gestöhnt, als er unsere Rechnung über die Meisterschaftsprämien erhielt. Ich denke aber, daß diese Rechnung gerne bezahlt wird.

 
Der Zusammenhalt in der Truppe könnte nach wie vor nicht besser sein. Ganz besonders freue ich mich, daß Ralfs Igel Anschluß an die Aktiven gefunden haben. Hier gibt es keine altersbedingten Probleme, sondern man fühlt sich als ein Verein. Sorgen macht mir die Zeit nach Björn Holst, der uns in diesem Jahr für 5 Monate in Richtung Südamerika verlassen will. Hier suchen wir noch nach einem Stellvertreter. Vielleicht kann uns dabei auch der Hauptverein helfen.
 

Im Kreis und Bezirk sind wir nach über 10 Jahren ein fester Bestandteil und einer der wenigen Vereine, die noch unter ihrer eigenen Fahne segeln. Viele andere Vereine haben sich zu LG's (Leistungsgemeinschaften) zusammengeschlossen. Wir versprechen uns davon nicht den großen Durchbruch, wollen dies auch nicht.

Unsere Freude über den Ausbau der leichtathletischen Wettkampfstätten im Stadion wurde jüngst durch einen Brief des Sportbürgermeisters gebremst. Bisher war es klar, daß die neue Stabhochsprunganlage nach Dagersheim kommt. Offenbar hat der SV Böblingen nun doch wieder gebohrt und will erreichen, daß die neue Anlage nach Böblingen gerät. Hier wollen wir uns nach Kräften zur Wehr setzen, damit wir unsere jährlichen Bezirksmehrkampfmeisterschaften endlich komplett in Dagersheim durchführen können.

Traurig stimmt uns, daß Monika Feucht ihr Amt als Kassiererin nicht mehr ausüben will. Wie wir hören, ist Kai Seewald bereit, dieses schwere Amt zu übernehmen.
 
  • 1992_Deckenpfronn
Erstmals fand im Jahr 1992 ein Zeltlager für die Schüler und Schülerinnen statt. Auch die Aktiven nahmen daran teil. Es war ein voller Erfolg. Wir wollen dieses Jahr einen ähnlichen Ausflug nach Friedrichshafen unternehmen.

Unser österliches Trainingslager wird dieses Jahr am Gardasee in Arco durchgeführt werden. Wir haben ein wunderschönes Quartier gebucht und freuen uns auf diese Tage. Natürlich gibt es auch einen Ausflug, um die obligatorische Kirche und eine Arena zu besichtigen.


Ich freue mich, daß ich einer so lebendigen Abteilung vorstehen kann.






Aus dem TSV - Jahresrückblick 1992

Die Leichtathleten im TSV sind 1992 wieder um eine Generation gewachsen. Neben den Aktiven im Alter von 20 bis 30 Jahren und der Igelgruppe, bestehend aus Jugendlichen, wurden heuer auch die Jüngsten, die acht- bis zwölfjährigen Schüler und Schülerinnen voll integriert.

Aus den einzelnen Gruppen ist durchweg nur Positives zu berichten, vor allem aber viele Erfolge und Plazierungen. Bei den Schülern C ist neben Valentin Matt die gesamte Mannschaft, bestehend aus Ralf Lang, Conny Gräsle, Valentin Matt, Simon Schreier und Dennis Dubnitzki Mannschaftsmeister im Kreisschülermehrkampf geworden. Das Gleiche schaffte Meike Bauknecht bei den Schülerinnen C. Zudem wurde sie noch Erste beim IHS-Cup im Sindelfinger Glaspalast über 800 Meter. Dort belegte die 4 x 50-Meter-Staffel mit Lena Hahn, Angelika Braig, Anna Hahn und Meike Bauknecht in der Endabrechnung einen fünften Platz. Bei den Schülerinnen A ist neben vielen Erfolgen bei Abendsportfesten und Schülerwettkämpfen als Highlight die Teilnahme an den württembergischen Meisterschaften aufzuzählen, wo unter anderem ein fünfter Platz in der 4 x 75-Meter-Staffel von Tanja Bauknecht, Tina Halm, Kristina Holst und Jenny Borgemehn erreicht wurde. Stolz kann Trainer Ralf Feucht auf "seine Mädels" wahrlich sein, die sich zudem bei der Partnerstadt-Olympiade in Krems bei Wien prächtig schlugen. Als Lohn der Erfolge erhielten sie vom Kreisschülerwart eine Einladung zum Vergleichswettkampf der beiden Leichtathletikkreise Böblingen und Rottweil.

Nachdem im Jahr 1991 die Kreismeisterschaften im Zehnkampf mangels Ausrichter zum Ausfallen verdammt waren, sprang der TSV Dagersheim in die Bresche, sorgte für die Ausrichtung 1992, und stellte gleichzeitig den Kreis-Zehnkampf-Meister in der Mannschaftswertung. Faszinierend ist immer wieder die tolle Stimmung und das faire Miteinander, was einfach zum Zehnkampf dazugehört. Gut, daß das Dagersheimer Waldstadion nun auch zehnkampftauglich ausgebaut wird. Vorbei ist dann die Zeit, in der Stabhochsprung auf einer kaputten Anlage und Diskus aus einem Hammerwurfring im Böblinger Stadion bestritten werden mußten. Ein Dankeschön an Platzwart Peter Grözinger, der sein Stadion wirklich super im Griff hat, so daß bei allen Sportfesten immer alles reibungslos lief.

Auch die Teilnahme der 4 x 400-Meter-Staffel der Aktiven an den süddeutschen Hallenmeisterschaften im Januar war ein tolles Erlebnis. In der Besetzung Björn Holst, Uli Zimmer, Frank Stalin und Kai Seewald waren die Plätze auf dem Treppchen zwar tabu, aber ein Platz unter den besten zehn Staffeln in der württembergischen Bestenliste ist sicher drin.


Das Erfolgsgeheimnis der Dagersheimer Leichtathleten

Bei so viel Erfolg, immerhin rund 50 Meistertitel, bleibt Lob nicht aus, und manchmal hört man schon einen anderen Verein nach dem Erfolgsgeheimnis, vor allem bei der Jugendarbeit, fragen.

Nun, ein Faktor ist sicher die gute Kameradschaft innerhalb der Abteilung und die vielen gemeinsamen Aktivitäten. Da steht zunächst im Winter das schon obligatorische Skiwochenende im Gauertal/Montafon auf dem Programm. Letztes Jahr waren erstmals auch die Jugendlichen dabei. Voller Begeisterung nahm man eine Stunde Marsch zur Hätte in Kauf. Trotz hüfthohem Schnee wurde nebenbei das Skifahren erlernt.

  • 1992_Kaltern
Über Ostern ging's eine Woche ins Trainingslager, mittlerweile schon zum zehnten Mal. Schnee und Regen ließ man am Brenner zurück und machte Halt in Kaltem im sonnigen Südtirol. Im herrlich gelegenen Stadion wurde tagsüber zweimal trainiert, und abends wurde in der Herberge hoch über dem Mendelpaß gefeiert. Auch für Kultur blieb, dank Abteilungsleiter Uli Weltmann, ein wenig Zeit, war doch ein Abstecher nach Meran und Schenna ein absolutes Muß. Im Sommer zieht dann die ganze Abteilung für ein Wochenende ins Zeltlager, und im Herbst steht der Dagersheimer Flohmarkt vor der Tür.
 

Auch ein Jubiläum gab's vergangenes Jahr zu feiern. Anfangs ein zartes Pflänzchen, wuchs die Leichtathletikabteilung mittlerweile zu einem zehnjährigen Baum empor. Das war Anlaß genug, diesen mit einem rauschenden Ball zu begießen. Kaum ging das zehnte Jahr zur Neige, da liefen die Vorbereitungen für das elfte bereits auf Hochtouren. Neben Skiwochenende, den traditionellen Wettkämpfen wie Abendsportfest, Schülersportfest, Zehnkampf und Waldlauf, geht's auch 1993 wieder ins Trainingslager, diesmal nach Arco am Gardasee.

Das Sportangebot innerhalb der Abteilung bleibt erhalten; trainiert wird in den erwähnten vier Gruppen. Neu ist seit letztem Jahr die Initiative von Annette Gruber, die versucht, durch eine Kooperation mit der Grundschule in Dagersheim Mäd- Sport ehe. und Jungen schon im jungen Alter für den Sport zu gewinnen.

Bleibt zu hoffen, daß Sönke Reinhold auch im Jahr 1993 wieder genügend Resonanz mit seinem Lauftreff findet. Er führt im Sommer einmal pro Woche im Dagersheimer Wald hinter dem Stadion einen Waldlauf durch.


Gute Leistungen beim fünften Dagersheimer Waldlauf

58 Männer und 17 Frauen machten sich auf die 7,5 bzw. 15 Kilometer lange Strecke durch den Dagersheimer Wald. Während die 7,5-Kilometer-Läufer eine Runde zu bewältigen hatten, mußten die 15-Kilometer-Läufer zwei Runden auf der schönen, nicht allzu schwierigen Strecke zurücklegen. ProminentesterTeilnehmer im Läuferfeld war Böblingens Erster Bürgermeister Dirk Gaerte. Er erschien buchstäblich in letzter Minute, um die 7,5 Kilometer in

Angriff zu nehmen. Über 15 Kilometer mit am Start Otto Kühnle, der "rasende Reporter" von der Böblinger Kreiszeitung Sportlich gesehen, standen jedoch andere im Mittelpunkt bei herrlichem Spätsommerwetter. Allen voran der gebürtige Leipziger Jörg Hustig. Schon am Start rannte er los wie die Feuerwehr und lag bereits nach zwei Kilometern einsam an der Spitze aller Läufer. Die einmal erlaufene Führung gab der 28jährige bis ins Ziel nicht mehr ab. Tolle 48 Minuten für den einsamen Dauerläufer waren neuer Streckenrekord und ein Vorsprung von mehr als vier Minuten auf den Sindelfinger Serie Paulo. Dritter auf dieser Strecke wurde Michael Piske (LT Höfingen), der die Wertung der Altersklasse M 40 zu seinen Gunsten entschied.

Bei den Frauen war Brigitte Gaubisch (Spvgg Renningen) die Schnellste auf dieser Strecke. Den Sieg auf der kürzeren Distanz machten bei den Männern drei Böblinger unter sich aus. Es gewann Robert Helbich vor Mika Balz und Holger Schmidt. Dazwischen noch der Gewinner der Altersklasse M 30 Dieter Kuret (LT Filderstadt).

Mit im Feld auch TSV-Senior Dieter W. Schmidt, der sich bei seinem Debüt auf einer längeren Strecke achtbar aus der Affäre zog. Mit 33:19 Minuten ließ der 57jährige noch manch Jüngeren hinter sich. Beste Frau war hier Sylvia Dingler vor den beiden Böblingerinnen Rita Rogala und Gaby Gerdtz.

Alles in allem war der Dagersheimer Waldlauf 1992 eine auch sportlich wertvolle Veranstaltung, die sicher dieses Jahr wieder regen Zuspruch finden wird.
 

Meistertitel und Rekord für TSV-Senior

Dieter W. Schmidt, Abteilungsleiter Gymnastik beim TSV und aktiver Leichtathlet, konnte 1992 seinen im Vorjahr errungenen Landesmeistertitel über 400 Meter in seiner Altersklasse (M 55) verteidigen. Bei den württembergischen Meisterschaften in Gammertingen plazierte sich der WLV-Rekordhalter erneut zuoberst auf dem Siegerpodest (siehe Bild rechts). 

Wenige Wochen später ging's zu den deutschen Meisterschaften nach Halle an der Saale. Dort liefs für den Langsprinter leider nicht ganz so gut. Dennoch war er unter dein Strich mit seinem siebten Finalplatz nicht unzufrieden, konnte er doch als einigster Dagersheimer Leichtathlet ein Finale bei deutschen Meisterschaften erreichen.

 
Auch über 800 Meter versuchte sich der TSV-Senior im letzten Jahr. Dabei konnte er auf Anhieb einen Sieg beim Seniorensportfest in Heidelberg herauslaufen. Derzeit schon mitten in der Vorbereitung auf die Freiluftsaison wird, von dem schnellen "Oldie" sicher auch 1993 wieder einiges zu berichten sein. 



Es stand in der Zeitung

 

  • 1992_Schmuddelkinder

Jahresrückblick 1991

Veröffentlicht: Donnerstag, 27. Juni 1991 23:14 Drucken

Bericht der Leichtathletikabteilung zur TSV—Hauptversammlung am 30. Januar 1992

 

Als ich gestern meinem Kollegen im Amt von der Leichtathletik des SV Böblingen, Jochen Reisch erzählte, daß die Leichtathletik des TSV dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiere, zeigte er sich darüber erstaunt und meinte, daß wir doch schon viel länger bestünden.

  • 1991_10jaehriges
 
Uns ist es recht, daß man uns sozusagen schon als "alte Abteilung" ansieht, obwohl wir dieses Jahr erst in das zarte Alter von 10 Jahren gelangen. Wir werden diesen runden Geburtstag zum Anlaß nehmen, im September ein größeres Sportfest aufzuziehen und einen Jubiläumsball zu veranstalten.
 

Endlich hat unser Aktiventrainer Klaus Stahn in Dagersheim eine Wohnung gefunden. Im Wonnemonat Mai wird er heiraten, so daß wir der frohen Hoffnung sind, ihn für die nächsten 10 Jahre behalten zu können.

Die Truppe ist nach wie vor gut auf den Beinen. Dies gilt ganz besonders für die von Ralf Feucht betreute Mädchengruppe, die sich aus Herrenberg und Sindelfingen weiter verstärkt hat. Erste Erfolge konnten wir schon mit mehreren vorderen Plazierungen bei den Württembergischen Meisterschaften am vergangenen Wochenende einheimsen. Wie gut die Bilanz unserer Igel ist, läßt sich am besten an unserem Antrag auf Erstattung von Meisterschaftsprämien ablesen. Insgesamt heimsten unsere Mädels im Jahr 1991 eine Württembergische Meisterschaft und sage und schreibe 14 Kreis— und Bezirksmeistertitel ein.

Etwas Sorge macht uns der Nachwuchs. Wir haben deswegen mit der Grundschule Dagersheim die vom WLSB geförderte "Kooperation Schule/Verein" begonnen und betreuen dabei Kinder aus den ersten 4 Grundschulklassen. Unsere Annette Gruben ist mit viel Engagement bei der Sache und wir hoffen, daß wir einige dieser vielversprechenden Talente auf Dauer an uns binden können.

Fixpunkte unseres Jahresprogramms sind nach wie vor

  • Ski—Wochenende im Gauertal Abendsportfest
  • Schülermehrkampfmeisterschaft Zehnkampf für Aktive
  • Dagersheimer Waldlauf
  • Flohmarkt
  • Nikolausfeier
Natürlich machen wir uns auch Gedanken, wie wir unsere Sportart durch attraktive Angebote anziehender machen können. Bei dem großen Angebot von Sportarten und sonstigen schulischen und außerschulischen Möglichkeiten fällt es immer schwerer, sich aus der Masse der Angebote herauszuhebe
n. Letztlich ist es dann doch immer wieder der gute Geist der Truppe, der über Kommen, Gehen oder Bleiben entscheidet. Daß uns dieser gute Geist weiterhin erhalten bleiben möge wünsche ich mir auch für die nächsten 10 Jahre.
 
  • 1991_Alba
Einer der Höhepunkte war wieder mal ein Trainingslager in Alba. Mit den Albesen verbindet uns eine langjährige tiefe Freundschaft. Die Woche war geprägt von hartem Training bei Klaus Stahn und langen rauschenden Festen.  

Zum Schluß sei mir noch ein Wort an unseren scheidenden Vorstand Simon Gebhardt erlaubt. Wir hatten in ihm einen stets regen, umsichtig planenden und vorbehaltslos für die Interessen des Sports eintretenden Vereinspräsidenten, der trotz seiner langjährigen Routine nie das Gefühl aufkommen ließ, er erledige alles geschäftsmäßig und sei innerlich nicht engagiert. Sein übergroßes persönliches Engagement in nahezu allen Bereichen des Vereins hat letztlich ja auch dazu geführt, daß er sich von seinem Amt trennen muß. Wir Leichtathleten hoffen, daß er - wenn auch mit etwas Abstand - weiterhin das Geschehen im TSV mit Interesse verfolgen und bei Bedarf mit seinem fachmännischen Rat zur Verfügung stehen wird. Gleichzeitig wünschen wir dem neuen Vorstand Willi Rupprecht eine glückliche Hand und gutes Gelingen bei seiner Arbeit.

 
Erste Württembergische Meisterschaft für die Leichtathletik des TSV

Neun Jahre hat es gedauert, bis die Leichtathleten ihren ersten Titel auf Landesebene holen konnten. Am Sonntag, dem 3. Februar 1991, war es soweit:

Kristina Holst wurde Württembergische Schülermeisterin über 60 m Hürden in der Halle und das auch noch in der Superzeit von 9,58 sec.

War das eine Freude für sie, ihren Trainer Ralf Feucht und ihre Kameradinnen. Zunächst hatte es so ausgesehen, als sei sie nur eine unter vielen schnellen Gazellen, die sich in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart tummelten. In den Vorläufen hatte sie zwar schon mit anderen bei einer Zeit von 9,98 sec zusammen mit zwei anderen Wettkämpferinnen gezeigt, daß mit ihr zu rechnen sei, aber daß die Sache im Endlauf nach einem Bilderbuchstart so klar für sie ausgehen würde, hatte wohl niemand erwartet, oder doch?

Noch im Ziel riß sie die Arme hoch und hüpfte wie ein aufgeregter Floh durch die Halle. Umringt von ihren Kameradinnen heimste sie den Beifall der Zuschauer ein.



Die Leichtathleten des TSV feiern mit ihrem Vorstand


Ein halbes Jahrhundert als Erdenbürger zu gelten, ist schon eine Feier wert.

So oder ähnlich müssen die Gedanken des Vorstandes der LA, Dr. Wellmann, gewesen sein, als er daran ging, eine Fete zu organisieren, die ihresgleichen sucht. Aus allen Ecken der Welt strömten Verwandte, Freunde und Bekannte zu dem alten, stilvollen Haus des Tübinger Studentencorps Franckonia am Österberg. Bis nach Mexiko drang die Kunde dieser Fete.

  • 1991_50_Jahre_Ulli
Kaum etwas fand Gnade vor den kritischen Augen des Jubilaren; da mußte es schon Champagner zum Empfang sein oder ein Lammrückenfilet in einem Fünf-Gang-Menü, begleitet von verschiedenen oberitalienischen Weinen. Für zahlreiche Unterbrechungen beim Essen sorgten Tischreden mit Schwänken aus den wilden Jugendjahren, Sterndeutungen und fein geschliffenen Reden der Anwaltskollegen.

Eine Aufarbeitung der Vorlieben, Laster und Angewohnheiten lieferte ein Chor aus Bekannten und erheiterte damit die Massen nach dem Essen. Die Leichtathleten fügten einen Abriß des Lebens im Rahmen der allgemeinen Geschichte hinzu. Als sich die Stimmung etwas lockerte, folgte dem noch ein Cancan, getanzt von den Aktiven der LA.

Eine Band aus dem Schwarzwald verbreitete auf der Terrasse hoch über Tübingen rustikale Stimmung. Das laue Sommerwetter trug seinen Beitrag ebenfalls hinzu. Währenddessen lud eine Tanzkapelle im Saal dazu ein, das Tanzbein zu schwingen.

Leider geht ein Abend wie dieser viel zu schnell vorüber, die einstimmige Meinung der Gäste war: Das war Spitze!!!

Dank dem Dr. Wellmann für die Einladung zu diesem wunderbaren Geburtstagsfest, Dank ihm auch für die viele Zeit und Energie, die er dem Verein zukommen läßt.


Die aktiven Leichtathleten des TSV Dagersheim

 

 

Totaler Triumph für die Dagersheimer Zehnkämpfer

 

In zwei Tagen zehn Disziplinen ohne Verletzung hinter sich zu bringen ist schon eine Leistung für sich. Der Athlet muß über sich selbst hinauswachsen, wenn er die teilweise ungewohnten Disziplinen ohne Verletzungen überstehen will. Teilweise gilt es auch, die Zähne zusammenzubeißen und die Schmerzen einer aufsteigenden Zerrung wegzudrücken. So ging es Joachim Lange von der LG Bäderkreis-Calw, als er sich beim morgendlichen Hürdenlauf eine Zerrung im Oberschenkel zuzog und lange mit sich haderte, ob er überhaupt weitermachen solle. Aber die tolle Kameradschaft, die lockere Atmosphäre und nicht zuletzt die Härte eines Zehnkämpfers ließen ihn nicht ruhen und so ging es auch für ihn weiter auf Punktejagd. Sein unermüdlicher Einsatz wurde schließlich mit dem 5. Platz aus nur 9 Disziplinen und 5002 Punkten belohnt.
 
  • 1991_zehnkampf
Seit 2 Jahren hatte auf Kreis- und Bezirksebene kein Zehnkampf für Männer und kein Siebenkampf für Frauen mehr stattgefunden. Der TSV Dagersheim hatte es sich deswegen vorgenommen, den Mehrkampf auf Kreis- und Bezirksebene wieder zum Leben zu erwecken. Mit 17 Teilnehmern bei den Männern war ein gutes Feld beieinander. Allein 9 Wettkämpfer stellte der TSV Dagersheim und schickte damit drei komplette Mannschaften ins Rennen. Schon nach der ersten Disziplin, dem 100-Meter-Lauf führte Kai Seewald vom TSV Dagersheim das Feld an und gab die Führung bis zum Schluß nicht mehr ab. Seine Stärken sind nach wie vor Lauf und Sprung. Trotz Trainingsrückstandes lief er handgestoppte 11,0 über 100 m, sprang 6,89 m weit, 1,88 m hoch, absolvierte die 400 m in 50,5 Sek., schwang sich am Stab 3,10 m hoch und rannte die abschließenden 1500 m in 4:42,5 Min. Aber auch bei den technischen Disziplinen lassen sich seine 11,39 m im Kugelstoß und 49,30 m im Speerwurf durchaus sehen. Ihm dicht auf den Fersen war Martin Stäbler vom TSV Dagersheim, der bis auf Hochsprung und Stabhochsprung überall Bestleistungen zeigte. Besonders erwähnenswert sind seine 11,3 Sek. über 100 m, 6,32 m im Weitsprung und 15,8 Sec. über 110 m Hürden. Hier war er der Schnellste von allen Teilnehmern. Besonders unbekümmert und fröhlich ging die Schittenhelm-Familie an den Start. Die beiden Brüder Uwe und Norbert sowie der Vetter Henrik Schittenhelm bestritten ihren ersten Zehnkampf und belegten mit durchaus passablen Leistungen die Plätze 7, 8 und 15. Die Tatsache daß Norbert Schittenhelm mit 4892 Punkten Platz 7 erringen konnte, hat er wohl sicherlich der geheimnisvollen Fee Birgit Wolf zu verdanken, die ihn liebevoll betreute und ihm die entsprechenden Geheimtips aus ihrer Aktiven-Zeit auf den Weg gab. Der Youngster des TSV Dagersheim Björn Holst war mit 19 Jahren der jüngste Zehnkämpfer. Für ihn war es der erste Zehnkampf in seiner noch recht kurzen Leichtathletik-Karriere und er schlug sich über die Maßen wacker. Besonders seine 11,5 Sek. auf 100 m und 18,7 Sek. auf 110 m Hürden können sich sehen lassen. Mit 4952 Punkten blieb er noch kurz unter der 5000-Punkte-Marke, aber schon im nächsten Jahr hofft er, diese Grenze überspringen zu können.

 

Der Umgang mit dem Stab war für viele Zehnkämpfer so schwierig wie das Essen für den Nordeuropäer mit chinesischen Stäbchen. Die tollsten Kapriolen wurden vollführt und manch einer bekam eher Muskelkater an den Lachmuskeln als an Beinen und Armen. Eine Ausnahme hiervon bildeten lediglich der Altkämpfer Helmut Arlt von VfL Sindelfingen, der seinen 38. Zehnkampf absolvierte und im zweiten Sprung, 3,70 m meisterte sowie Rainer Effenberger vom TB Cannstatt, der glatte 4 m übersprang. Die Dagersheimer Zehnkämpfer belegten nicht nur die beiden ersten Plätze in der Einzeldisziplin sondern alle drei Dagersheimer Mannschaften nahmen für sich die Plätze 1 bis 3 in Anspruch.

Leider gab es bei den Frauen im Siebenkampf nur 3 Teilnehmerinnen und zwar Susanne Zaphiriou vom SV Böblingen, die Platz 1 mit 3490 Punkten belegte und die Geschwister Barbara und Margret Karl vom TSV Eltingen, von denen sich Barbara Karl den 2. Platz mit 3484 Punkten holte. Margret Karl mußte wegen einer Verletzung nach den ersten vier Disziplinen aufgeben.
 
Alle Teilnehmer lobten den kameradschaftlichen Ton, das schöne Waldstadion, unseren unermüdlichen Platzwart Peter Grötzinger, das gute Wetter, die Kampfrichter und die Organisation. Sofern es die Zeitpläne auf Kreis- und Bezirkssebene zulassen, will der TSV Dagersheim diese Meisterschaften auch im nächsten Jahr wieder ausrichten.


Leichtathletik im TSV


Aus der Zeitung

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